English versionPlautdietsche Version Von Dietrich Tissen und Nikolaj Tissen
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zuletzt bearbeitet
19.01.2005

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Kamenez

von Nikolaj Tissen

Dorfplan
Liste der Verschollenen
Entstehung
Die ersten Ansiedler an der Stelle des heutigen Kamenez waren Freikäufer. Von insgesamt 60 Freikäufern siedelten sich 18 von ihnen auf der damals so genannten ‚Gonnaja Datscha' an. Insgesamt bestand das Dorf zu Beginn aus 33 Wirtschaften und 1330 Desjatinen. Nach der Dorfgründung lebten 150 Personen in Kamenez.
Viele junge Menschen aus Kamenez arbeiteten in den älteren Dörfern wie Pleschanowo Kuterlja. Im Laufe der Zeit wurde das Dorf aufgelöst, die Bewohner zogen nach Pleschanowo um.

Geographie
Kamenez breitete sich in Nord-Süd-Richtung entlang der Dorfstrasse aus. Das Dorf lag als einziges der ganzen Ansiedlung auf der Nordseite des Flusses Tock. Es befand sich in der West-Ost-Orientierung auf der Höhe von Pleschanowo. Die Schule lag an der Ostseite des Dorfes. Der Friedhof befand sich außerhalb, nordöstlich vom Dorf. Die Hauptstrasse verband das Dorf nach Süden hin mit Pleschanowo und Lugowsk, nach Norden hin mit Asnabaj. In der Dorfmitte  wurde die Strasse von einer kleineren Querstrasse gekreuzt.

Kirche
1904 wurde Nikolai Johann Friesen in Kamenez zum Prediger ordiniert.
Cornelius Klassen und Herman Görtzen aus Kamenez waren Lehrer der Bibelschule der Kolonie. Am Sonntag hielt Prediger Peter J. Stobbe regelmäßig Gottesdienste im Schulgebäude. Pfingsten wurde jedoch zusammen mit der Gemeinde in Pleschanowo gefeiert. Viele Ansiedler gehörten zu den M.B. Gemeinden. Von ihnen waren aus Kamenez Jakob Bergen und Herman Goerzen ordiniert.

Schule
Nikolai Johann Friesen war wohl in den Jahren vor 1907 Lehrer in Kamenez.

Bekannte Einwohner:
  • Johann Löwen war mehrere Jahre Richter am Luxemburger Wollostgericht
  • Johann Penner war ein Baumeister aus Kamenez
Verwaltung
Isaak Kröker war zeitweise Vorsitzender des Luxemburger Rajonrates (Wollost).