English versionPlautdietsche Version Von Dietrich Tissen und Nikolaj Tissen
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19.01.2005

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Ischalka

von Nikolaj Tissen

Dorfplan
Liste der Verschollenen
Entstehung
Das Dorf Ischalka wurde im Jahre 1890 gegründet. Es war eins von 12 Dörfern die im Gründungsjahr der Ansiedlung Neu Samara entstanden. Das Land, auf dem das Dorf entstand wurde den Deutschen von den Einwohnern des Russendorfes Nowo-Nickoljsk verkauft. Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch Anzahlungen, wurde das Land von der Mutterkolonie aufgekauft. Ischalka zahlte die aufgewendete Summe über die Jahre an die Mutterkolonie zurück. 1892 siedelten sich 212 Personen in Ischalka an.

Das Dorf bestand zu Beginn aus 21 oder 22 Wirtschaften und zwei Gütern (Großwirtschaften). Die Fläche der Wirtschaften lag zwischen 30 bis zu 100 Desjatinen. Die beiden Großwirtschaften gehörten Aron Warkentin und Johann und Benjamin Voth; zusammen waren sie 500 Desjatinen groß.
Der Name des Dorfes wurde direkt vom Fluß Ischalka übernommen, der neben dem Dorf herfließt.

Geographie
Ischalka breitet sich in Nord-Süd-Richtung entlang der Dorfstrasse aus. Der Fluß Ischalka fließt, ebenfalls in Nord-Süd-Richtung, östlich am Dorf entlang. Die Schule, der Friedhof und ein vierstöckige Mühle befanden sich westlich der Dorfstraße. Die Strasse, die das Dorf nach Osten hin mit Bogomasowo und Pleschanowo, nach Westen hin mit Busuluk verbindet, kreuzt die Hauptstrasse des Ortes innerhalb des Dorfes.
Ischalka ist das westlichste Dorf der Ansiedlung. Es lag, etwas abgelegen von den anderen Dörfern, ganz am Rande der ca. 30 Km langen Ansiedlung.
Ischalka gehörte administrativ der Wollost Kusminsk an.

Kirche
Zu Beginn wurde am Sonntag in der Schule regelmäßig eine Ansprache von Prediger Peter J. Stobbe gehalten. Zu besonderen Anlässen wie zur Pfingstfeier, zum Tauffest und zum heiligen Abendmahl fuhren die Einwohner nach Pleschanowo. 1912 kaufte Nikolai Johann Friesen eine Wirtschaft in Ischalka und diente nun der hiesigen Gemeinde als Prediger. Friesen war vorher Lehrer in Donskoj und Kamenez und Prediger in Kamenez gewesen. Ein weiterer Prediger war Heinrich Nickel (wahrscheinlich in den zwanziger Jahren). Nickel starb in der Verbannung. Nach vorangegangenen starken Verfolgungen wurden die Gottesdienstfeiern seit 1965 trotz aller Geldstrafen und sonstigen Bedrängnissen nicht mehr gestört. Es konnten feste Leitungen für die Gemeinde gewählt werden. In den siebziger Jahren wurde Johann Boldt zum Gemeindeleiter gewählt.

Schule
Die Schule des Dorfes wurde 1899 gebaut. Die Ersten Lehrer dieser Schule waren:
Peter Dürksen, D. Görtzen, D. Regehr und Julius Plett. Der Prediger Nikolai Johann Friesen war ein Jahr lang Lehrer an der Schule; wahrscheinlich 1912/1913.

Verwaltung

Dorfschulzen waren:
  1. Jakob J. Stobbe
  2.  David Regehr
  3. Johann Willms