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07.03.2005

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Daten zur Entwicklung der Bevölkerung in Neu Samara


Datum
Anzahl
Quelle
1890 Ansiedlung von etwa 500 Familien mit 2.600 Personen
P.M.Friesen
"Geschichte der Alt-Evangelischen Mennoniten Brüderschaft in Russland"
1905
Pleschanower Mennoniten-Gemeinde zählt 1.034 getaufte Mitglieder und insgesamt 2.691 Personen
George K. Epp
"Geschichte der Mennoniten in Russland" Band III
1908
1.503 steuerpflichtige Erwachsene im Alter von 14 bis 60 Jahren
P.M.Friesen
"Geschichte der Alt-Evangelischen Mennoniten Brüderschaft in Russland"
1909
1.520 steuerpflichtige Erwachsene im Alter von 14 bis 60 Jahren ebenda
1917
3.670 Einwohner auf 35.695 Desjatinen und 9 Großwirtschaften "Neu Samara am Tock"
1926
3.071 mennonitische und 66 nichtmennonitische Einwohner
Mennonitisches Lexikon
1923-1928
Auswanderung von etwa 700 Personen nach Kanada
"Neu Samara am Tock"
1930
58 Personen aus Neu Samara nach Paraguay ausgewandert
Liste der 1930 nach Paraguay ausgewanderten Personen auf der MMHS-Seite
1989
7.434 oder 26 % der Einwohner des Krasnogwardejskij Rayon haben deutsche Nationalität (Stand 12.01.1989)

Volkszählung von 1989
 
Einzelne Dörfer

Eine Liste aus dem Buch "Neu Samara am Tock" wahrscheinlich von etwa 1908, da Annenskoje schon dabei ist und es erst 1908 gegründet wurde.

Krassikowo
221 Seelen
45 Wirtschaften
1800 Desjatinen
Podolsk
263 Seelen
47 Wirtschaften 1852 Desjatinen
Pleschanowo
258 Seelen 49 Wirtschaften 1740 Desjatinen
Lugowsk
305 Seelen 64 Wirtschaften 1200 Desjatinen
Donskoj
298 Seelen 45 Wirtschaften 1800 Desjatinen
Dolinsk
220 Seelen 44 Wirtschaften 1780 Desjatinen
Bogomasowo
284 Seelen 34 Wirtschaften 1360 Desjatinen
Annenskoje
93 Seelen 15 Wirtschaften 750 Desjatinen
Ischalka
212 Seelen 22 Wirtschaften 1000 Desjatinen
Klinok
246 Seelen 33 Wirtschaften 1740 Desjatinen
Jugowka
175 Seelen 35 Wirtschaften 1400 Desjatinen
Kaltan
251 Seelen 45 Wirtschaften 1780 Desjatinen
Kuterlja
195 Seelen 40 Wirtschaften 1600 Desjatinen
Kamenez
150 Seelen 33 Wirtschaften 1330 Desjatinen
insgesamt
3.171 Seelen
551 Wirtschaften 21.132 Desjatinen
 

Die nächsten Daten haben wir aus der Liste aller deutschen Dörfer in Russland auf http://eiprd.ru/ entnommen. Bei den Bevölkerungsangaben wurden die Ergebnisse der Volkszählung von 1926 benutzt (außer wenn extra angegeben). Einige Zahlen stimmen mit anderen vorhandenen Quellen nicht überein. Z.B. hatte Dolinsk nach dieser Liste 1926 302 Einwohner, das ist aber 76 mehr als die Zahl für 1919 aus einer anderen Quelle. So großer Anstieg ist eher unwahrscheinlich.

Dorf
gesamte Bevölkerung
davon Deutsche
Annenskoje 100
100
Bogomasowo 288
282
Dolinsk 302
295
Donskoj
305
282
Ischalka 180
180
Jugowka
208
208
Kamenez 188
188
Kaltan 275
275
Klinok
221
221
Krassikowo
201
194
Kuterlja 205
191
Lugowsk
311
311
Pleschanowo
264
259
Podolsk
296
280
Wladimirowka
49 (1930)

insgesamt
3.393


In derselben Liste sind noch weitere Siedlungen aus dem Luxemburger Rayon mit möglicherweise deutschem Bevölkerungsanteil. Wahrscheinlich waren alle Deutsche aus diesen Siedlungen schon vor 1926 umgezogen. Es sind meistens Güter.

Siedlung
Bevölkerung
Blagodatnoje
22
Helenopol
35
Krassikow-Gut
6
Nar-Tock
32 (1930)
Rawnopol
62
Chutor na Tocku (Gut am Tock)
35


Podolsk

50 Jahre nach der Ansiedlung 77 Familien mit 358 Personen
100 Jahre nach der Ansiedlung 208 deutsche und 58 russische und gemischte Familien, insgesamt 970 Einwohner
Bis 1997 sind 192 deutsche und 20 gemischte Familien nach Deutschland ausgewandert
Quelle: "Neu Samara am Tock" private Statistiken

Dolinsk
Volkszählung vom 25. März 1919: 226 Personen, davon 122 männlich.
15. Januar 1970 482 Einwohner
1. Juni 1990 135 Haushalte mit 466 Personen

Donskoj
1989 642 Familien mit 2.428 Personen
Bis zum Jahr 2000 sind 366 Familien mit 1.417 Personen nach Deutschland ausgewandert
Quelle: "Neu Samara am Tock"

Pleschanowo
2001 3600 Einwohner
Quelle: Internet

Schlussbetrachtung

Bei der Bestimmung der Gesamtzahl aller aus Neu Samara stammenden Personen müssen auch diejenigen beachtet werden die im Laufe der Zeit freiwillig oder unter Zwang aus Neu Samara weggezogen sind. Den Anfang haben schon einige Familien im Jahre 1906 gemacht, als viele der Neu-Samarer in die neuen Siedlungen in Sibirien gezogen. Nach der Revolution mussten alle reicheren Neu-Samarer fliehen, vor allem die Guts- und Ladenbesitzer. Die grosse Welle kam aber in den 20-ern als viele nach Nord- und Südamerika gezogen sind. Nach dem 2. Weltkrieg durften die in die Trudarmee eingezogenen  Personen nicht sofort nach Hause, so sind denn viele auch nicht mehr nach Neu Samara zurückgekehrt. Später sind dann viele junge Leute aus Neu Samara in die Städte gezogen. Somit übersteigt vermutlich die Anzahl der heute lebenden vor 1988 weggezogenen Personen und ihrer Nachkommen die Anzahl der bis 1988 Gebliebenen. Insgesammt liegt die Anzahl aller Personen, die selbst oder deren Vorfahren in Neu Samara geboren sind, vermutlich über 20.000.